Im Auge des Sturms
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Eine performative Ausstellung über die Tänzerinnen Gertrud und Ursula Falke und ihre Kostümbildnerin Doris Boeckmann
Ein Projekt von KOÏNZI-DANCE e.V. in Kooperation mit der PARABEL. Zentrum für Kunst in Hamburg.
Vor, während und nach den tödlichen Stürmen des Ersten Weltkriegs standen die Tänzerinnen Gertrud und Ursula Falke auf norddeutschen Bühnen – scheinbar unberührt von den politischen und gesellschaftlichen Erschütterungen ihrer Zeit. Ihre poetischen Tanzmärchen, ihre androgynen Figuren und die eigens für sie entworfenen Kostüme von Doris Boeckmann eröffneten Räume der Imagination, Leichtigkeit und Konzentration – mitten im historischen Ausnahmezustand.
Die performative Ausstellung Im Auge des Sturms nähert sich dem Werk der nahezu vergessenen Hamburger Tänzerinnen und ihrer Kostümbildnerin aus heutiger Perspektive. Auf Grundlage neu erschlossener Fotografien, Zeitungsartikel, Kostümentwürfe, Gemälde und Dokumente werden Aspekte ihrer künstlerischen Praxis, ihrer ästhetischen Haltung und ihrer zeitgenössischen Wahrnehmung sichtbar gemacht. Ergänzt wird die Ausstellung durch performative Interventionen, filmische Elemente und interaktive Arbeiten.
Viele der gezeigten Materialien werden erstmals öffentlich präsentiert.
Veranstaltungsbegleitendes Programm:
- Fr. 29. Mai: Eröffnung mit Performance zu Falke-Tänzen
- So. 31. Mai: Krawall im All. Performativer Vortrag der Gruppe INGLAM (Text: Nora Sternfeld, Visuals: Anja Steidinger, Sound: Julia Stolba)
- Fr. 12. Juni: Sent M’Ahesa: Tanz der Isis (1909) - Neuinszenierung, Film und Vortrag: Brygida Ochaim in Kooperation mit Munich Dance Histories
- Fr. 19. Juni: Jude und Deutscher. Der Pädagoge und Dichter Jacob Loewenberg 1856-1929.(Schulleiter des Lyceums, das die Schwestern Falke besuchten)
Dialogischer Vortrag: Wilfried Weinke und Stephan Benson
- So. 28. Juni: Finissage mit Performance zu Falke-Tänzen
©Sammlung Jockel, 2026