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second hand spaces. Über das Recyceln von Orten im städtischen Wandel am Beispiel der Parabel. Zentrum für Kunst in Hamburg

18.07.2026, 18:00 Uhr

Was geschieht mit Gebäuden, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben? Welche Perspektiven eröffnen sich für Orte, die im Zuge wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen aus der Nutzung fallen? Die Veranstaltung "second hand spaces. Über das Recyceln von Orten im städtischen Wandel" widmet sich diesen Fragen am konkreten Beispiel der Parabel. Zentrum für Kunst in Hamburg.

Zwischen dem Ohlsdorfer Friedhof und dem Jüdischen Friedhof gelegen, wurde die ehemalige Nikodemuskirche in den vergangenen Jahren zu einem Ort für Kunst transformiert. Heute entwickelt sich die Parabel zu einem Ausstellungsort, Forschungszentrum und Treffpunkt für die Öffentlichkeit. Die Umnutzung zeigt exemplarisch, wie bestehende Architektur neue Funktionen aufnehmen kann und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen und zugleich resilienten Stadtentwicklung leistet.

Die Veranstaltung nimmt die Nachnutzung bestehender Gebäude als architektonische und gesellschaftliche Aufgabe in den Blick. In vielen Städten stehen bauliche Relikte aus der Zeit des industriellen und dienstleistungsorientierten Fordismus vor einer ungewissen Zukunft. Temporäre Nutzungen oder Zwischennutzungen werden zwar häufig diskutiert, erweisen sich jedoch oft nur als Übergangslösungen. Die Parabel steht hingegen für einen langfristigen Ansatz, bei dem ein ehemaliger Sakralbau durch gemeinnützige Initiative dauerhaft in einen kulturellen und sozialen Stadtraum überführt wurde.

Im Mittelpunkt des Abends stehen Fragen nach der Rolle solcher "second hand spaces" für die Entwicklung von Stadtteilen. Dabei geht es um Themen wie Nachnutzung, Aufwertung, Utopie, sozialer Stadtraum und Urban Commons. Resilienz und Nachhaltigkeit bilden dabei zwei zentrale Perspektiven. Während Nachhaltigkeit vor allem auf langfristige Stabilität abzielt, beschreibt Resilienz einen dynamischen Prozess, der auf Veränderungen reagieren und neue Möglichkeiten hervorbringen kann.

Ein weiterer Aspekt betrifft die räumliche Umgebung der Parabel. Im Zuge der zukünftigen Entwicklung wird überlegt, einen Teil der angrenzenden Flächen des Ohlsdorfer Friedhofs als öffentlich zugängliche Parkfläche zu öffnen. Die Diskussion widmet sich der Frage, wie sich diese besonderen Orte sinnvoll ergänzen können. Welche Chancen entstehen dadurch für die Institutionen und den Stadtteil? Und welche Herausforderungen gilt es dabei zu berücksichtigen?

Referent des Abends ist Dr. Michael Ziehl. Er ist promovierter Philosoph, Diplom-Ingenieur für Architektur und Master of Science in Stadtplanung. Als freiberuflicher Urbanist und Stadtforscher betreibt er von Hamburg aus "Urban Upcycling - Agentur für städtische Ressourcen". In seiner wissenschaftlichen Arbeit untersucht er die Koproduktion urbaner Resilienz durch die Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion richtet sich an ein architekturinteressiertes Publikum sowie an Besucherinnen und Besucher, die sich für Fragen der Stadtentwicklung und für die Transformation bestehender Architektur interessieren.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2026
www.architektursommer.de

Samstag, 18. Juli 2026, 18 Uhr
Parabel. Zentrum für Kunst in Hamburg
Fuhlsbüttler Straße 656
22337 Hamburg

Der Eintritt ist frei. Wir empfehlen eine verbindliche Anmeldung unter: info@parabel.hamburg

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