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SUMMARY:Sturm schwillt an | Shan Fan und Meng Huang
DESCRIPTION:Mit "Sturm schwillt an" bringt die Parabel. Zentrum für Kunst i
 n Hamburg zwei Künstler zusammen, deren Werke um ein gemeinsames Motiv krei
 sen: den Wind. Kuratiert wird die Ausstellung von Shan Fan, Künstler und wi
 ssenschaftlicher Leiter für Asiatische Kunst an der Parabel.\n\nUnsichtbar 
 und doch von großer Kraft wird der Wind zum Sinnbild einer Gegenwart, in de
 r vieles, was lange sicher und beständig schien, in Bewegung geraten ist.\n
 \nIm Zentrum der Ausstellung steht eine monumentale Installation von Shan F
 an. Aus 9.999 getrockneten, mit schwarzer Tusche eingefärbten Bambusblätter
 n erhebt sich ein rund acht Meter hoher Wirbelsturm. Eine mächtige, beinahe
  bedrohliche Erscheinung - und zugleich von großer Leichtigkeit und Fragili
 tät.\n\nDer Bambus begleitet Shan Fans künstlerisches Werk seit Jahrzehnten
 . Für ihn ist er weit mehr als ein Motiv. Er steht für Herkunft und kulture
 lle Erinnerung, für geistige Unabhängigkeit und humanistische Tradition. Sh
 an Fan beschreibt ihn als eine Art "seelische Heimat". Im Wirbelsturm verli
 ert diese vertraute Ordnung ihren Halt: Die einzelnen Blätter werden fortge
 tragen, auseinandergerissen, entwurzelt.\n\nAuch in seinen schwarz-weißen G
 emälden beschäftigt sich Shan Fan mit diesem Moment des Übergangs. Bambusbl
 üten und verwehte Samen markieren das Ende eines Lebenszyklus und tragen zu
 gleich die Möglichkeit eines neuen Anfangs in sich. Schönheit und Vergängli
 chkeit, Zerbrechlichkeit und Hoffnung liegen hier nah beieinander.\n\nMeng 
 Huang nähert sich dem Thema aus einer anderen Richtung. In seinen schwarz-w
 eißen Wasser- und Landschaftsbildern wird Wasser zur elementaren Kraft. Aus
 gangspunkt sind unter anderem seine Beobachtungen am Xiaolangdi-Stausee am 
 Gelben Fluss. Sedimentreiche Wassermassen bilden Strukturen, die wie Gebirg
 szüge erscheinen und an die traditionelle chinesische Shan-Shui-Malerei eri
 nnern. Wasser wird zu Landschaft, Landschaft löst sich wieder auf.\n\nZwisc
 hen den Arbeiten von Shan Fan und Meng Huang entsteht ein Dialog, der weit 
 über die Darstellung von Naturkräften hinausgeht. "Sturm schwillt an" erzäh
 lt von einer Welt im Wandel, von Entwurzelung und Heimatlosigkeit und von p
 olitischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ordnungen, die ihre vermeint
 liche Selbstverständlichkeit verlieren.\n\nUnd von der offenen Frage, was e
 ntstehen kann, wenn das Vertraute nicht mehr trägt.
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DTSTART:20261112T230000Z
DTEND:20270207T190000Z
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